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Gemeinde Kirchheim in Unterfranken  |  E-Mail: verwaltungsgemeinschaft@kirchheim-ufr.de  |  Online: http://www.kirchheim-ufr.de

Sanierung der Mergentheimer Straße – Feststellung eines Mangels am Verbund der Asphaltdecken

Ende November 2020 wurde in der Mergentheimer Straße durch die Firma Konrad Bau die Asphaltdecke eingebaut. Diese bildete den Abschluss der rund dreivierteljährigen Bauzeit für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt samt Neuverlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen in diesem Bereich. Die Baumaßnahme wurde im Auftrag des Staatlichen Bauamts (Straßenbaulastträger Ortsdurchfahrt) und der Gemeinde Kirchheim durchgeführt. Im Anschluss daran fand vor der Verkehrsfreigabe auch eine umfangreiche Abnahme der Bauleistungen statt.

 

Wie ausgeschrieben und zwischen den Beteiligten abgesprochen wurden auf Grundlage der gängigen technischen Richtlinien dabei auch im Fahrbahnbereich durch ein Baustoffprüfinstitut und die Firma Konrad- Bau Bohrkerne gezogen, mittels welcher u.a. die Stärke der Asphaltschichten festzustellen und der Nachweis des Schichtenverbunds zu erbringen war. Diese Bohrkerne wurden auch in einem unabhängigen Labor überprüft. Dabei wurde festgestellt, dass kein Schichtenverbund zwischen der Tragschicht und der 4 cm starken Deckschicht entstanden ist. Am Tag vor dem Einbau der Asphaltdeckschicht wurde durch die Firma Konrad-Bau wie vorgesehen ausreichend Haftkleber aufgesprüht, welcher den notwendigen Schichtenverbund zwischen beiden Asphaltschichten herstellen sollte. „Wir gehen davon aus, dass mehrere ungünstige zusammentreffende Faktoren die Witterung betreffend (Kälte, Regen, Nebel) in der Nacht vor dem Einbau Ende November dazu geführt haben, dass sich der Schichtenverbund nicht bilden konnte. Dies war am Tag des Einbaus nicht erkennbar“ so Stefan Laufer, Standortleiter der Firma Konrad-Bau. „Wir bauen als Fachfirma im Jahr viele Kilometer Straße, ein solches Schadensbild zeigt sich in nur extrem seltenen Fällen“ so Laufer weiter.

 

Seit Bekanntwerden der Problematik stehen die Vertreter des Staatlichen Bauamts Würzburg, der Gemeinde Kirchheim, der Firma Konrad Bau und des Ingenieurbüros „planungsschmiede“ im engen Austausch. Zur Verifizierung der ersten Ergebnisse wurden Anfang März weitere Bohrkerne in der Straße gezogen. Diese Proben zeigen das gleiche Bild wie die ersten Untersuchungen, nämlich dass sich kein Schichtenverbund bildete. Nachdem dies einen erheblichen Mangel bei der Bauausführung darstellt ist es unstrittig, dass die Firma Konrad-Bau diesen nun beheben wird.

 

Für das Staatliche Bauamt und die Gemeinde Kirchheim entstehen für den Austausch der Asphaltschicht auf rund 340 Metern Länge keine Kosten. Der Austausch wird von der Firma Konrad-Bau im Rahmen der Gewährleistung auf eigene Kosten übernommen. Für die Durchführung der hierfür notwendigen Arbeiten muss die Mergentheimer Straße nochmals für rund zwei Wochen für den Verkehr gesperrt werden, der Verkehr wird dabei wieder wie auch bei der Baumaßnahme selber örtlich umgeleitet. Ein genauer Zeitpunkt für den Austausch der Asphaltdecke ist derzeit noch in gegenseitiger Abstimmung, die Arbeiten sollen aber bis zum Frühsommer 2021 erledigt sein.

 

Folgende Arbeitsschritte sind für die Mängelbeseitigung notwendig:

•          Abfräsen der Asphaltdecke

•          Herrichten und Vorarbeiten an den Schachtdeckeln, den Randeinfassungen und Straßeneinläufen

•          Einbau einer neuen Asphaltdecke

•          Prüfung der neu eingebauten Asphaltdecke durch Bohrkerne

 

Grossansicht in neuem Fenster: Asphaltdecke Mergentheimer StraßeDurch den fehlenden Schichtenverbund sind keine Beeinträchtigungen für die derzeitige Nutzung der Straße gegeben, da die Auswirkungen des Mangels sich erst nach längerer Zeit am Zustand der Straße zeigen können. Nach Einbau der neuen Asphaltdecke und der Abnahme beginnt der Zeitraum der vierjährigen Gewährleistung für etwaige Mängel.

 

„Die festgestellte Situation ist unangenehm, hat jedoch für die Gemeinde Kirchheim keine finanziell nachteiligen Auswirkungen. Es lässt sich festhalten, dass die gewählten Mechanismen der Bau- und Gewährleistungsüberwachungen gegriffen haben und durch die Feststellung des Mangels ein langfristiger Schaden für die Gemeinde abgewendet werden konnte“, so 1. Bürgermeister Jungbauer. „Ich danke unserem Planungsbüro für die gute Arbeit und der Firma Konrad-Bau für die partnerschaftliche Lösung der Problematik. Zu keiner Zeit wurde die Mängelbeseitigung in Frage bzw. eine rechtliche Klärung in den Raum gestellt. Das sehe ich in einem solchen Fall als nicht selbstverständlich an“, so der 1. Bürgermeister Jungbauer weiter.

 

Bildquelle: Hans Schuller, Planungsschmiede

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