Rückbau von zwei Biberdämmen in Gaubüttelbrunn

Nicht nur im Gemeinderat, auch an vielen Stammtischen
und sogar im Fasching war der Biber ein großes Thema.
Gerade am unteren Dammbach in Gaubüttelbrunn schei-
nen sich die Tiere besonders wohl zu fühlen und Straße,
Radweg und Kanal sind sehr nah (oder zu nah) an den
Bach gebaut.

Biber bauen Dämme, um den Wasserstand zu erhöhen.
Ein hoher Wasserstand gibt ihnen Schutz, weil sie dann ihre Eingänge unter Wasser anlegen können und Feinde keinen Zugang haben.
Ziel der Gemeinde ist es, den Wasserstand so weit wie möglich innerhalb des Bachbettes zu halten und die Infrastruktur (Straßen und Kanäle) und die Felder zu schützen.
Oder anders gesagt: Eine Koexistenz soll soweit es geht ermöglicht werden.

Dabei sind unseren Möglichkeiten enge Grenzen gesetzt.
Der Biber gehört zu den streng geschützten Arten, deren Lebensräume und Populationen qua Gesetz dauerhaft erhalten werden müssen. Dass wir wieder Biber bei uns und in Bayern haben hat aber auch ganz handfeste Vorteile. Biber tragen zur Artenvielfalt bei, schaffen Lebensräume für andere Tiere und Pflanzen und halten Wasser in der Landschaft. Der Grundwasserspiegel kann so zum Beispiel wieder steigen.

Im aktuellen Fall müssen wir stärker als sonst eingreifen:
Durch Biberbauten ist an mindestens einer Stelle eine von LKWs befahrene Straße unterhöhlt. Deswegen entfernen wir (mit Ausnahmegenehmigung der unteren Naturschutzbehörde) zwei Biberdämme vollständig um anschließend eine Ufersicherung einzubauen. Falls wir weitere Bauten finden, prüfen wir vor deren Verschluss, ob sich noch Tiere darin befinden. Als Vorbereitung müssen auf ca. 180m Bachufer Gehölze zurückgeschnitten werden. Gesunde Bäume werden hier aber ausgespart. Einige geschädigte Eschen werden entnommen.